Sacha neuer Selbstständiger

Sacha wird ab Januar 2014 als selbstständiger Architekt in Luxemburg tätig sein.
Günther Leufgen wünschte ihm “viel Erfolg als sein eigener Chef (nach seiner Frau natürlich, wie wir alle) in seiner selbständigen Tätigkeit”.
Sacha bedankte sich mit einer kleinen Rede für zwölf gute Jahre bei der Firma Leufgen - bei all seinen Kollegen und vor allem bei Chef Günther:
“Ich wurde erst nach dem 2. Vorstellungsgespräch als Bauleiter eingestellt, einem Gespräch mit Günther in einer vervierser Spelunke beim Gläschen Bier, mit der Bedingung erstmal ein Jahr auf den Baustellen zu verbringen, und um 6 Uhr morgens mit der Arbeit zu beginnen.
Am 2. April 2001 war es dann soweit und Mario stand gegen 6 Uhr morgens bei Möbel Messerich. Und ab ging’s nach Kaundorf. Und ich kann euch sagen, ich war aufgeregt! Ich habe in diesem ¾ Jahr auf den Baustellen sehr viel gelernt – und zurückblickend bin ich Günther sehr dankbar dafür.
Ich glaube es war der 2. Januar 2002, als ich um 6 Uhr morgens in Schönberg antrat und meine erste Fensterausschreibung aufstellte. Die Zeit der Angebote (unter Regie von Walter) hatte begonnen. Hin und wieder plante ich Kleinigkeiten wie Bäder oder Außenlagen, Dachausbauten, und die Firma entdecke allmählich meine planerischen Fähigkeiten.
Irgendwann im Jahr 2003 packte Jürgen das mit „Jokob“ nicht mehr und ich übernahm die Leitung der 1056-Türen-Baustelle Belliard in Brüssel. 4 Wochen verbrachte ich in Brüssel - tagsüber mit einem Ungare im Baucontainer, abends (meistens nach 21 Uhr) allein in einem Appartement mit 10 Betten. Später übernahm Carlo und Equipe dann diese Betten.
Sehr froh war ich, dass diese Baustelle am Ende ganz gut abgeschnitten hatte (was damals kaum noch einer glaubte). Auch hier danke ich Günther, dass er mir damals das Vertrauen gegeben hatte, mir „junger Spund“ eine solch‘ große Baustelle anzuvertrauen.
Nachdem André die Firma verlassen hatte, machte ich mich auf Achse mit Paul-Heinz zu den Bestandsaufnahmen. Zusammen haben wir viel erlebt und vor allem gemessen. So Sätze wie „Dat erjitt sich“ oder „für wat os dat da joot“ : owei ! Seine Nackenhaare richteten sich auf !
Vom kleineren Badezimmer bis zu großen Anwesen war alles dabei – bis zu dem Tag als ein Kunde mich fragte : „verstehen sie überhaupt luxemburgisch“ ? Beim Rausgehen nuschelte ich nur zu Paul-Heinz : „Domm soau“ . Nicht desto trotz : das Projekt hatten wir bekommen.
Ich könnte noch viel erzählen von diesen „Schau-ins-Land-Touren“, über verweste Katzen, Hundescheisse unter den Schuhen, die nicht abgehen wollte und man beim Kunden über den Wohnzimmerteppich lief, , Gewölbekellermücken, 50°C Dachböden, „schwule“ Kunden, bekakte WCs, Heuballenallergie, rote Brille Outfits, zerschlagene Bäume, usw.
Auch kümmerte ich mich von Anfang an um die Sicherheit auf den Baustellen – ich kam viel rund, sah viele Baustellen und Arbeiter, und war 2007 froh, dass Christoph diesen Job übernahm.
Die Jahre vergingen und ich zeichnete Aufmasse, machte kleinere Vorprojekte, zeichnete Pläne für Luc, und anschließend die Baupläne … bis 2008 : die Bauplanung Binsfeld Martine ! Und ich wurde doch noch zum Bauleiter! Nach fast 2 Jahren Bauzeit hatten die Ziegen endlich ein Dach über’m Kopf.
In dieser Zeit machte ich neben der Bauplanung auch viele Baustellenbesuche, sozusagen als „Demi-RP“. Besuche, bei denen ich manches Eisen habe rumdrehen lassen.
Seit 2010 bin ich nicht mehr so viel auf Baustellen präsent und widmete mir fast nur noch der Baustellenplanung, also dem Erstellen von Bauplänen – und ich mochte (und mag immer noch) diese Arbeit sehr.
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Die Leufgen-Zeit war für mich eine sehr lehrreiche, abwechslungsreiche und aufregende Zeit, in der ich viele Erfahrungen gemacht habe – und von denen ich tagtäglich profitiere.
Ich danke euch sehr für diese Zeit.
In diesem Sinne wünsche ich Euch und euren Familien Frohe Weihnachten und ein glückliches neues Jahr 2014.”
